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19.09.2005
Zurueck in Santiago erfuhr ich dann auch genauere Details ueber diesen Zyklon. Die Infos hier sind hervorragend. Jede Stunde gibts im TV ein ausfuehrliches Update ueber den Verlauf des Hurrikans. Wie sich herausstellte, streifte Rita \'nur\' den Nordosten, also das Gebiet um Havanna. Als ich schliesslich zurueck in Havanna war, war der ganze Zauber schon vorbei. Zwei Tage lang hats immer wieder heftigst geregnet, aber jeweils nur noch kurz.

Die restlichen paar Tage auf Kuba verbrachte ich hauptsaechlich am Strand. Nur 20Km oestlich liegt der Traumstrand von Playa del Este. Als mir alle Kubaner sagten, in Varadero seis noch schoener, machte ich dann auch einen Tagesausflug dorthin. Ok, der Sand ist noch weisser und das Meer noch klarer, aber mir gefiel Playa del Este doch besser, weils da fast nur Kubaner hatte...
Baracoa 18.09.2005
Das Wochenende wollte ich eigentlich wiedermal am Strand verbringen und reiste deshalb nach Baracoa. Die Fahrt fuehrte durch endlose Bananenplantagen, sowie dem US-Militaerstuetzpunkt Guantanamo an den oestlichsten Punkt Kubas.

Hm, nur leider habe ich nicht mit der Rita gerechnet! Der Hurrikan war zwar noch ziemlich weit weg, aber der Regen setzte allmaehlich ein...
Santiago de Cuba 16.09.2005
12 Busstunden von Trinidad, an der Ostkueste von Kuba liegt Santiago. Das ist nach Havanna die groesste Stadt der Insel. Hier holte mich wieder das Grossstadtchaos ein.

Doch die Familie bei der ich wohnte, empfing mich herzlich und nahm mich gleich als neuen Sohn auf.

Die Vermittlung von Casa particulares funktioniert alles auf Beziehungen. Ist aber auch aeusserst praktisch, man wird jeweils sogar am Busterminal mit einem Namensschild abgeholt ;-)! Klingt vielleicht ein bisschen sehr nach \'All-inclusiv-tourismus\', aber wer schon mal eine solche Jahrmarktstimmung erlebt hat, weiss wovon ich spreche!
Trinidad 12.09.2005
Nach einer spannenden aber anstrengenden Woche im stickigen Havanna, genoss ich ein paar Tage die Ruhe (und die gute Luft) im pittoresken Trinidad.

Die Strassen in der ganzen Stadt sind aus Pflasterstein, die Haeuser antik und die Leute sehr freundlich. Endlich konnte ich in den Gassen mit Kubanern plaudern, ohne Angst zu haben, es seien Jineteros.

Auf der Terrasse vor dem Casa de la Musica gabs jeden Abend Livemusik und Salsashows vom Feinsten.
Havanna 08.09.2005
Alle Leute, die schon mal auf Kuba waren, haben mir gesagt, in diesem Land brauche man viel Geduld. Das stimmt!

Bereits bei der Hinreise von Cancun nach Havanna habe ich das feststellen duerfen. Der Flug mit der Air Cubana haette um 14.00 fliegen sollen. Stattdessen wurde die Zeit auf der Anzeigetafen laufend nach hinten verschoben. Schliesslich zeigte die Uhr 18.00 und wir warteten immer noch.

Ploetzlich wurde mein Name zusammen mit rund 20 anderen ausgerufen. Wir gluecklich auserwaehlten wurden auf einen Flug von Air Mexicana umgebucht, weil unsere alte russische Tupolevmaschine irgend ein technisches Problem habe. (die restlichen Leute warteten weitere zwei Stunden, bis der naechste Flieger startete).
07.09.2005
Nach einer guten Flugstunde betrat ich endlich kubanischen Boden. Leider hat die Air Cubana vergessen, unser Gepaeck ebenfalls umzubuchen. So blieb uns halt nichts anderes uebrig, weitere Stunden abzusitzen.

Als dann endlich die andere Maschine aus Cancun gelandet ist und die ersten Gepaeckstuecke auf den Rollband erschienen, kam kurzfristig Freude auf. Nur kurzfristig. Es waren naemlich alles fremde Koffer und Rucksaecke.

Die unzaehlig herumstehenden Flughafenarbeiter wussten halt auch nicht mehr und Abklaerungen zu treffen, steht nicht in ihrem Pflichtenheft...
07.09.2005
Also ab zum Buero der verlorengegangenen Gepackstuecke. Die Schlange war lang und im Office sass halt leider nur noch einer, und zwar ein gaaaaaaaanz langsamer.

Pro Person benoetigte er mindestens 10 Minuten und das bei 60 wartenden, leicht genervten Leute... Fazit, als auch ich endlich mein Protokoll in den Haenden hielt, zeigte die Uhr 3.15! Was nun? Bei den diversen Casa particulares zu laeuten, waere ein bisschen dreist und ein Hotelzimmer fuer mind. 50 US$ zu nehmen ein bisschen teuer.

Also entschied ich mich, es mir auf den herumliegenden Gepaeckstuecken so gemuetlich wie moeglich zu machen und auf den Morgen zu warten...
05.09.2005
Mittlerweile ist eine Woche vergangen und ich befinde mich immer noch in Havanna. (Nach zwei Tagen ist dann uebrigens auch mein Rucksack aufgetaucht).

Ich verbringe die Tage mit stundenlangen Spaziergaengen, Cubalibres, Privatsalsaunterricht, fotografieren (habe schon ueber 200 Pics geschossen), Museumsbesuche und geniesse das einzigartige Ambiente in vollen Zuegen!

Ich habe auch schon einiges gelernt: Dem Kubaner ist es eigentlich nicht erlaubt, einem Touristen irgendwelche Infos ueber sein Land weiterzugeben. Um Touristen chauffieren oder bei sich daheim logieren zu lassen, braucht es eine Bewilligung.

Die Kubaner sind unglaublich freundlich. Leider ist es aber auch relativ muehsam, wenn dir an jeder Ecke einer etwas verkaufen will etc. Ich habe aber eigentlich volles Verstaendnis, denn die Touristen sind halt leidergottes gute Sponsoren...