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24.06.2005
Am 24. machte ich einen wunderschoenen Ausflug zur Kathedrale von Zipaquira, die ganz in Salz gehauen ist. Jahrhundertelang hatten die ortsansaessigen Indianer die Salzminen betrieben, bis die Spanier kamen und sie eroberten. Um 1920 war dann eine derartig weitraeumige Hoehle ausgegraben, dass die \'Banco de la Republica\' beschloss, darin eine Kathedrale zu errichten.

Ein Tunnel fuehrt in die Dunkelheit und schon bald erkennt man im Hintergrund einen Altar. Die Kathedrale selbst ist 23 Meter hoch und fasst bis zu 10000 Menschen! Die schwarzen Waende, die ein bisschen unheimlich wirken, bestehen zu 75% aus Salz.
Bogota 18.06.2005
Nach fuenf Tagen in den kuehlen Bergen von Medellin, freute ich mich auf waermeres Klima in Bogota. Vergeblich! Ich wusste naemlich nicht, dass diese Stadt ebenfalls auf 2600 m.u.M. liegt! Nun habe ich halt wieder die Shorts gegen die Jeans und das T-Shirt gegen den warmen Pulli eingetauscht.

In Bogotas chaotischen Strassen gibt es luxurioese Restaurants, Kinderbanden, Edelsteinverkaeufer, Bauern in Ponchos, endlose Verkehrsstaus und graffitibedeckte Mauern. Doch vor allem ist es auch das intellektuelle Zentrum Kolumbiens mit Duzenden von Theatern, lebendigen Unis, Avantgarde-Galerien und Strassen voller Buchlaeden. Dieses kreative Durcheinander hat Bogota zum \'Athen Suedamerikas\' gemacht.
Medellin 18.06.2005
Medellin ist eine industrielle und kommerzielle Stadt im Landesinnern und mit rund 2,2 Mio Einwohner die zweitgroesste Kolumbiens. Die Stadt wurde 1675 gegruendet, aber erst anfangs des 20. Jahrhunderts expandierte sie aufgrund des Kaffeebooms in der Region.

Dank den neuen (!) Universitaeten hat es hier sehr viele Jugendliche und in den Strassen reihen sich Bars an Restaurants an Discos etc...

Die Stadt befindet sich in einem Talkessel auf ueber 1000 m.u.M. Sobald man ein bisschen aus dem Zentrum faehrt, entdeckt man erst richtig, was dieses Land zu bieten hat (s. Bild)
14.06.2005
Da es mir hier so gut gefaellt, habe ich gemeinsam mit zwei Welschschweizern gleich fuer eine Woche ein Apartment gemietet... mit jeglichem Luxus: Blick aufs Meer mit allabendlichem Sonnenuntergang, zwei Badezimmer, zwei TV, Swimmingpool und Jacucci auf dem Dach etc...

Zusammen mit Roberto (er ist Sportlehrer aus Montreux) fanden wir am Sonntag Nachmittag sogar ein Beachvolleyfeld und forderten die einheimische Elite heraus. Wie lange musste ich doch auf das verzichten! Das hat wirklich gut getan...
Cartagena 14.06.2005
Cartagena ist ein Juwel!!! Diese Stadt ist beruehmt fuer seine Geschichte und fuer seine Schoenheit.

An der Karibikkueste gelegen, durchdrungen von Hitze und Musik, ist diese Festungsstadt der Spanier ein lebendes Museum. Auch wenn man einfach nur durch die Strassen schlendert, erscheinen vor dem inneren Auge Bilder von blutruenstigen Piraten, von Galeonen vollen Goldbarren und Degenduellen unter Palmen.

Doch Cartagena ist auch eine touristische Stadt mit Straenden, Nachtclubs, Bars und Restaurants. Sie zeigt die gelassene Traegheit der Kuestenkolumbianer - ihre Liebe zum Rum, zum Tanz und Sonnenbaden.
Santa Marta 08.06.2005
Endlich mit dem kolumbianischen Stempel im Pass fuhren wir gleichentags weiter bis nach Santa Marta. Da bin ich nun also, im Land, wo den Namen des Entdeckers Christoph Kolumbus traegt, obwohl er nie da gewesen ist...

Santa Marta wurde 1525 gegruendet und gilt daher als die aelteste Stadt Kolumbiens. Dieses kleine Staedchen ist zwar nicht umwerfend schoen, aber hier lernen wir erstmals die unglaubliche Gastfreundschaft dieses Volkes kennen!

Schliesslich verbrachten wir hier drei gemuetliche Tage. Ein kleines Fischerboot brachte uns einmal in den Nationalpark Tayrona, wo es sehr schoene Straende und kleine Fischerdoerfchen zum Verweilen gab (s.Bild).
Maicao 07.06.2005
Die Grenze zu Kolumbien habe ich ueberquert, genau wie man es nicht tun sollte und zwar per Privatauto!

Da mir Maracaibo (Venezuela) ueberhaupt nicht gefallen hat, entschied ich mich, zusammen mit zwei andern Touris, nach nur einer Nacht am fruehen Morgen aufzubrechen. Nur leider war es halt nicht mehr moeglich, einen offiziellen Bus zu nehmen. Zu fuenft fuhren wir schliesslich per Sammeltaxi nach Maicao. Bis zur Grenze dauerte die Fahrt etwa zwei Stunden. Mindestens alle 10 Minuten (!) erreichten wir einen Grenzposten, wo wir unsere Papiere zeigen mussten. Mir schien es, als wollen die uns ein bisschen einschuechtern und sie hofften wohl auf einen kleinen Zustupf. Vergeblich ;-)...Leider regiert hier die Korruption das Land. Schliesslich, und das war das Wichtigste, sind wir heil in Maicao angekommen.