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Cambara do Sul/ Porto Alegre 19.01.2005
Cambara do Sul ist zwar nur etwa 25km von Torres entfernt, aber die Strassen sind sehr schlecht (und steil), sodass die Fahrt (inkl. umsteigen und warten) knapp vier Stunden dauerte. Ich fand sofort eine kleine Pousada, wo ich meine sieben Sachen erstmals ablegen konnte und ging gleich auf die Suche nach einer Mitfahrgelegenheit zum Nationalpark. Das war gar nicht so einfach, denn ich war der einzige Touri weit und breit. So blieb mir halt nichts anderes uebrig, als ein Taxi zu nehmen. Der Taxifahrer war aber sehr nett und anstatt wie ueblich beim Eingang zu warten, begleitete er mich in den Park und so hatte ich meinen eigenen Guide!

Der Canyon do Fortaleza war unglaublich eindruecklich. Sieht aus wie der Grand Canyon in den USA aber einfach gruen.

Da es in diesem 8000 Seelendorf sonst nichts zu sehen oder zu tun gab, fuhr ich gleich weiter nach Porto Alegre, wo ich zwei Tage ausspannte und dann mit einem Nachtbus weiter nach Montevideo reiste.
Curitiba 11.01.2005
In Sao Paulo holte ich bei Adriana und Mario meine zurueckgelassenen Sachen (die warmen Kleider fuer Patagonien) und fuhr am uebernaechsten Tag gleich weiter. Es kann ja nicht sein, dass ich in Brasilien bin und ein ´altes´ (sorry Wale!) Volleygspaendli nicht besuchen gehe. Curitiba ist eine Grossstadt, die man eher irgendwo in Nordeuropa vermuten wuerde als in Brasilien, denn viele europ. Firmen haben hier ihre Produktionsstaetten.

Eine Fahrt mit dem Zug (eine Raritaet in Brasilien) zum Hafen in Paranagua ist ein Muss! Die vierstuendige Fahrt fuehrt durch endlos gruene, mit schoenen Wasserfaellen verzierten, Gebiete und die Aussicht ist oftmals atemberaubend.

Zurueck im ´Swisschalet´ von Walter liess ich mich zu einer Squashstunde ueberreden. Dem Muskelkater entsprechend, war es hoechste Zeit, wieder mal sportlich taetig zu sein...
Morro do Sao Paulo und Boipeba 05.01.2005
Gemeinsam mit Heather, einer Amerikanerin, verliess ich nach fuenf wunderschoenen Tagen Salvador und besuchte die Inseln Morro do Sao Paulo und Boipeba. Das war zwar superschoen aber auch supertouristisch. Hier machen alle reichen Brasilianer aus dem Sueden Urlaub. Die Brasilianer sind sehr kommunikationsfreudig und neugierig. Nur in touristischen Orten muss man immer auf der Hut sein, dass sie einem nicht uebers Ohr hauen wollen.

Ilheus, eine kleine Stadt und viel weniger touristisch, gefiel uns wesentlich besser. Hier verbrachte ich zwei ruhige Tage, bevor ich mit dem Bus nach Sao Paulo fuhr. Die Fahrt dauerte 29 Stunden und so nebenbei ist auch noch die Klimaanlage ausgestiegen. Naja, das sind halt keine Schweizerverhaeltnisse... und das ist auch gut so.
Salvador 02.01.2005
Die Nordostkueste ist so grossartig, dass ich froh bin, den Rueckflug nach Sao Paulo sausengelassen zu haben und mit dem Bus nach Salvador gefahren zu sein. Seit einer guten Woche bin ich nun alleine unterwegs und das ist zwar schon ein anderes Gefuehl, aber ebenso interessant.

Fast alle Nachkommen der Cidade do Sao Salvador da Bahia de Todos os Santos (das ist der vollstaendige Namen der ersten Hauptstadt Brasiliens) sind Nachkommen afrikanischer Sklaven. Diese Stadt lebt, und wie! Stundenlang kann man in Cafés oder am Strand sitzen und den capoeiratanzenden Leuten zuschauen. Silvester feierte ich mit einer halben Million anderer Leute am Strand und es war einfach nur crazy! Hier ist es Brauch, den letzten Tag des Jahres ganz in Weiss zu feiern. Sieht super aus und gibt auch irgendwie ein Zusammengehoerigkeitsgefuehl.
Brasilien
Maceió 25.12.2004
Unberuehrte Sandstraende auf der einen, riesige Zuckerrohrplantagen auf der anderen Seite praegen hier das Bild. Um 18.00 ist es da im Nordosten bereits dunkel. Dafuer kann morgens auch nicht lange ausgeschlafen werden, denn mit der Sonne treibt uns jeweils die ungeheure Hitze aus den Federn. Die Tage verbringen wir meistens am Strand mit baden, lesen und Bier trinken. Volleybaellelen koennen wir praktisch nirgends, und wenn es mal ein Netz haette, spielen die Brasileiros Fussballtennis :-(. Dafuer habe ich meine 1. Surfstunde genossen, uiuiui.

Ein Highlight war die Praja da Pipa. Hier konnten wir aus naechster Naehe Delphine beobachten, die ebenso elegant wie die unzaehligen Surfer (Pipa ist ein wahres Surferparadies) mit den Wellen spielten. Wunderschoen war auch die Stadt Olinda, mit seinen verschiedenfarbigen Fassaden. Die Stadt wurde von der UNESCO zum Weltkurturerbe ernannt.

Nun feiern wir die Weihnachtstage bei Gustavo in Maceió. Das wahre Paradies! Sein Haus, der riesige Garten und seine herzliche Gastfreundschaft ist einfach der Hammer!!! Muito obrigado, Gustavo... Brasilien
Natal 12.12.2004
Natal ist fantastisch! Es sind die riesigen Sandduenen, die die Hauptstadt des Staates Rio Grande do Norte, kennzeichnen. Leider haben wir gerade den Karneval verpasst, der letzte Woche hier stattgefunden hat. Der Nordosten Brasiliens ist recht touristisch. Zwar spricht auch hier fast kein Mensch englisch oder eine andere Sprache, dafuer geben sie sich wie gestern z.b. im Restaurant Muehe, MENU in verschiedene Sprachen zu uebersetzen. Die deutsche Uebersetzung lautete: Bildschirmfuehrung ;-)!

Das einzige, was mich zur Zeit ein bisschen verwirrt, ist jeweils, wenn in den Shoppingcenter, am Strand oder im Radio STILLE NACHT gespielt wird. Nachts sind auch die Strassen weihnaechtlich beleuchtet mit Engeln, den 3 Koenigen etc... Mit unserem Mietauto fahren wir nun gemuetlich weiter Richtung Maceio...
09.12.2004
Mir faellt auf, dass die Paulistanos sehr tuechtig sind. Alle gehen irgendeiner Arbeit nach. Einige sammeln den Abfall, andere sitzen im Aufzug und bedienen die Knoepfe und am Marktstand stehen sie zu acht hinter der Theke, um die Kunden zu bedienen...

Erich kennt hier viele Leute und darum sind wir auch staendig bei irgendwem eingeladen. Schade kann ich mich nicht besser verstaendigen, denn sie sind wirklich alle sehr nett.

Das Wetter ist recht wechselhaft aber mild. Um Mitternacht waren es gestern noch stolze 25 Grad!

Morgen fliegen wir nun weiter in den Nordosten von Brasilien, nach Natal. Sao Paulo ist kein Ort, um einen ganzen Urlaub zu machen, aber einen Besuch ist es allemal wert...
Sao Paulo 08.12.2004
Seit einer knappen Woche befinden wir uns nun in Sao Paulo. Wir wohnen bei Adriana und Mario, die uns verwoehnen, wo sie nur koennen. Wir koennen sogar ihr Auto brauchen, wann immer wir wollen. Doch das mit dem Autofahreen ist so eine Sache, der Strassenverkehr in dieser 17-Millionen-Stadt bildet wohl eines der groessten Probleme ueberhaupt. Deshalb griffen die Paulistanos zu eigenen Mitteln: heute zum Beispiel duerfen in der Rushhour die Autos mit den Endziffern 3 und 4 nicht benutzt werden. Morgen sind es die Autos mit den Nummern 5 und 6 etc... Ansonsten scheint hier erstaunlicherweise alles recht gut organisiert zu sein und die Stadt ist wirklich sauber. Im Gegensatz zu Rio fuehle ich mich hier auf den Strassen wesentlich sicherer. Hier fallen wir auch nicht so auf als Gringos, denn es ist sehr multikulti.