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Iquique 29.03.2005
Enrique visita Iquique!

Langsam aber sicher naehere ich mich der peruanischen Grenze. Nach den eindruecklichen Tagen in San Pedro de Atacama, goenne ich mir ein paar Tage Badeferien in Iquique. Da die Hochsaison vorbei ist, ist es total ruhig und gemuetlich. Ich habe mir sogar fuer die paar Tage hier einen riesen Luxus gegoennt: ich wohne in einem richtigen Hotel und habe sogar TV (mit 40 Sender!) und ein eigenes Bad ;-)! Welch eine Wonne!!!

Heute abend besuche ich mit Lucho und Andres, zwei Chilenen ein Salsalivekonzert von Tommy Rey. Freue mich riesig!
23.03.2005
Nun, nachdem wir uns von diesem Kaelteschock erholt hatten, besuchten wir am selben Nachmittag noch das Valle de la Luna.

Das ist ein geheimnisvolles Tal, in dem uebernatuerliche Kraefte wirken sollen. Es ist umringt von Bergzuegen, deren weisse, gezackte Kammlinien mit dem dunklen Talboden kontrastieren.

Von einer Sandduene aus, schauten wir dem Sonnenuntergang und dem (Fastvoll-)mondaufgang zu, wow!!!
San Pedro de Atacama 22.03.2005
Wohl zum letzten Mal ueberquerte ich die Grenze Argentinien-Chile und erreichte nach einer 10 stuendigen Fahrt San Pedro de Atacama.

Das ist ein kleines (2800 EW), sehr touristisches und direkt an der Atacamawueste gelegenes Dorf. Von hier aus kann man umwerfend schoene Touren machen.

Gestern sind wir morgens um 4.00 Uhr losgefahren, um die Geysire von Tatio zu besichtigen. Was fuer ein Naturschauspiel! Nur, dass ich vor zwei Wochen all meine warmen Kleider dem Adrian mit in die Schweiz gegeben habe, war ein grosser Fehler gewesen. Auf der Hoehe von 4300 m.u.M. betrug die Themparatur bestimmt 10 Grad unter Null...
20.03.2005
Ein bisschen ausserhalb der Stadt findet man solche Landschaften! Bei einem ganztaegigen Ausflug ueber die wunderschoenen Berge der Anden gelangte ich nach Cafayate.

Da angeblich der qualitativ beste Wein von Argentinien von hier kommt, besuchte ich einmal mehr eine Weinhandlung. (ich werde noch zum richtigen Weinkenner :-)).
Salta 19.03.2005
Salta ist ein gastfreundlicher Ort, dessen weisse Haeuserreihen sich gegen das Gebirge abheben, das oft nur undeutlich als staubverdunkelte Silhouette erscheint. Trotz der Trockenheit in dieser Gegend bildet ein gruener Platz mit guterhaltenen spanischen Gebaeuden das Zentrum der Stadt.

Tagsueber ist es in der Stadt kochend heiss. Erst in der Abenddaemmerung verwandeln sich die Gehwege in Maerkte. Waehrend Strassenverkaeufer in Buenos Aires Cd\'s, Armbaender und Eis anbieten, findet man hier Pflaumensaft, gesalzenes Fleisch (salteņas), Huehner und Heiligenbildchen.
Cordoba 15.03.2005
Die paar Tage, die ich in Cordoba verbrachte, nutzte ich vor allem, um wiedermal ein bisschen \'ferien\' zu machen.

Die Stadt ist zwar mit seinen vielen Kolonialbauten und Kirchen recht huebsch, aber ansonsten gabs hier nicht sehr viel zu sehen oder zu machen.
13.03.2005
Gegen Abend erreichten wir dann endlich Mendoza. Hier lernte ich zwei Schweizer kennen, Mutter und Sohn (und ich dachte es seien Schwester und Bruder :-)). Am folgenden Tag besuchte ich mit Marietta einige Bodegas (Weingute...oder Weingueter oder so).

Mendoza produziert ueber 70% des argentinischen Weines und so war natuerlich eine solche Fuehrung Pflicht. Obwohl es uns nicht aus den Socken gehauen hat und ich die Haelfte eh nicht verstanden habe, amuesierten wir uns spaetestens bei den Degustationen koestlich.
Mendoza 13.03.2005
Mit dem Bus ueberquerte ich einmal mehr die Grenze noch Argentinien. Doch, was die letzten Male problemlos verlief, wurde dieses Mal zur zweistuendigen Tortur. Der ganze Bus wurde von A bis Z gefilzt und alle Passagiere mussten ihr Gepaeck zeigen etc...

Nichts desto Trotz war die achtstuendige Fahrt ueber die Anden ein wunderschoenes Erlebnis. Man konnte sogar den hoechten Berg der Welt ausserhalb des Himalayas, den Cerro Mercedario (6770 Meter) sehen.
Santiago 12.03.2005
Schliesslich sind wir dann doch in Santiago gelandet. Es ist die Heimat eines Drittels der 12 Millionen Chilenen und gilt als der absolute Mittelpunkt des Landes. Das Interessante an dieser Stadt ist, dass unmittelbar dahinter die riesige Bergkette der Anden zu sehen ist (wenn der Smog nicht waere :-(...).

Die Tage verbrachten wir hauptsaechlich mit Kaffee trinken, herumhangen und Shopping. Am Mittwoch reiste Adrian zurueck in die Schweiz. Wir haben wirklich sechs wunderschoene und spannende Wochen zusammen verbracht. Merci Bambi!
Valparaiso 10.03.2005
Direkt an Viņa del Mar liegt die Stadt Valparaiso. Es ist eine lebendige Hafenstadt mit zwei unverwechelbaren Gesichern auf zwei Ebenen.

Die flache Hafengegend ist chaotisch und laermig, waehrend sich in den Huegeln ein Labyrinth aus bunten Haeusern, schicken Alleen und altersschwachen Zahnradbahnen erstreckt.
Viņa del Mar 09.03.2005
Bevor wir in die drueckendheisse und stickige Hauptstadt Chiles reisten, goennten wir uns noch ein paar Tage Badeferien in Viņa del Mar. Nur leider waren wir 10 Tage zu spaet, denn hier findet alljaehrlich Ende Februar ein riesen Salsafestival unter freien Himmel statt. Janu, genossen haben wir es trotzdem und waehrend Adrian sich die noetige Ferienbraeune holte, spielte ich endlich wieder mal nachmittagelang Beachvolley!
27.02.2005
Oben angekommen (2847m) wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Anschliessend gingen wir etwas in den Krater hinein, um dem Villarica auch mal wirklich tief in den Schlund zu schauen.

Die rote Magma brodelte wie wild und ab und zu gab es sogar kleinere Expolsionen und heisses Gestein kam geflogen. Wow, was fuer ein Anblick!!!

Der Abstieg wurde zum Rodelspass. Man setzte sich auf den Hosenboden, hob die Fuesse etwas an und los gings. Als Bremse diente der Eispickel (richtig festhalten, sonst konnte man wieder 50 Meter hochkrakseln). Dementsprechend schnell waren wir wieder unten.

Dieser Ausflug war ein echtes Highlight und der Blick in Teufels Kueche war einmalig!
Pucon 27.02.2005
Mit Eispickel, steigeisenfesten Schuhen und warmen Kleidern ausgeruestet, starteten wir morgens um 7 unseren Ausflug zum aktiven Vulkan Villarica.

Zunaechst gings mit einem Minibus in den Villarica Nationalpark und von dort aus fuehrte ein Sessellift chilenischer Bauart (d.h. kein Schutzbuegel und keine Fussstuetzen) ueber Geroell und Steinen auf etwa 1600 m.u.M. Dann hiess es, rund vier Stunden und 1300 Meter Hoehenmeter im Zickzack ueber Steine, Schnee und Eis bis hinauf zum Gipfel zu klettern. Wir kamen relativ langsam voran, da unsere Frau aus Singapur etwa alle fuenf Meter eine Pause einlegen musste.
Valdivia 25.02.2005
Unsere Reise fuehrte weiter nach Valdivia. Nun kommen wir relativ schnell vorwaerts, denn die Panamericana, die in Alaska beginnt und bis nach Feuerland fuehrt, ist im Gegensatz zu den meisten andern Strassen in Suedamerika wirklich in einem sehr guten Zustand.

Valdivia liegt am Zusammenfluss meherer Wasserlaeufe, die am Valdiviamuendungsbecken aufeinandertreffen. Der Hafen wird durch Fischer und einem turbulenten Markt von Leben erfuellt. Nicht nur die Touristen erfreuen sich an diesem Markt, sondern wie auf dem Bild ersichtlich auch die Seeloewen. Ihrer Masse an zu urteilen, scheinen sie definitv nicht zu kurz zu kommen.

Dieses Wochenende findet hier ein riesen Rodeofest statt, wo wir natuerlich nicht verpassen werden. Mal schauen, was die Gauchos so alles drauf haben...
Chiloe 23.02.2005
Die Insel Chiloe ist ein romantisches Stueckchen Erde, 180km lang und nur 50km breit und liegt direkt vor Puerto Montt.

Fischerboote in allen erdenklichen Farben und \'Palafitos\', das sind Haeuser auf Holzpfaehlen, praegen das Bild. Bekannt ist die Insel fuer ihre ueber 150 hoelzernen Capillas mit charakeristischen Kirchtuermen, Saeulengaengen und Glasfenster. Hier werden die groessten religioesen Feste in Chile gefeiert.

Wir haben unser Gepaeck im Hotel in Puerto Montt deponieren koennen und sind nur mit dem Zahnbuerstli bewaffnet, zwei Tage auf dieser Insel herumgekurvt...
21.02.2005
Ok, tut mir leid, dass ich euch keinen Wal zeigen kann. Dafuer zum Trost einen Sonnenuntergang, den ich am letzten Abend vom Schiff aus fotografieren konnte...
Puerto Montt 21.02.2005
Von Puerto Natales sind wir mit einem Schiff nach Puerto Montt gefahren. Das Boot glich zwar eher einem Frachtschiff als einem Luxusdampfer, aber die Strecke mal nicht mit dem Bus zu machen tat gut und sorgte fuer eine willkommene Abwechslung.

Die Reise dauerte vier Tage und fuehrte durch die traumhafte Fjordlandschaft von Chile. Es war wunderschoen, fernab jeglicher Zivilisation die pure Natur zu entdecken; die Sonne, das ruhige (zumindest meistens) Meer, im Hintergrund die schneebedeckten Gipfel der Anden. Und dann am dritten Tag sind wir ihnen doch noch begegnet, den langersehnten Blauwalen! Mit feuchten Augen sahen wir, wie diese Riesen ihre gewaltigen Wasserfontaenen in die Luft spritzten! Wow! Delfine und Seeloewen und sogar einen Orka sind uns ebenfalls zu Augen gekommen.

Nun zu nebenstehendem Bild: Wer hier ein Tier oder sonst etwas entdecken kann, hat entweder eine bluehende Fantasie oder ist ein Luegner, es gibt naemlich darauf nichts zu sehen ;-), ich war immer zu spaet...
Puerto Natales 16.02.2005
Hier, verborgen an der Suedspitze der Andenkette, liegt der Nationalpark Torres del Paine. Obwohl ich nicht der geborene Wandervogel bin, konnte ich mir ein dreitaegiges Trekking nicht entgehen lassen. Mit Zelt, Maetteli, Schlafsack und Food bewaffnet gings dann los.

Wider erwarten schien sogar zweieinhalb Tage lang die Sonne, sodass wir im T-Shirt wandern konnten. Doch spaetestens in der ersten Nacht waren wir heilfroh, all unsere warmen Sachen mitgeschleppt zu haben. Denn das Thermometer fiel unter den Gefrierpunkt, grrr. Die Tour war wirklich sehr schoen, wenn auch anstrengend. Wir wurden aber mit schneebedeckten Gipfeln, tuerkisfarbenen Seen und ueppigen Taelern voll und ganz belohnt.
El Calafate 11.02.2005
In El Calafate (Argentinien) besuchten wir den Parque National Los Glaciares mit dem beruehmten Perito Moreno. Dieser Gletscher fuehrt als 50 Meter (!) hohe Eismauer mitten durch einen See hindurch. Staendig ertoente das Krachen und Droehnen riesiger Eisklumpen, die sich abloesten und donnernde Wogen zum Ufer schickten. Das war extrem imposant, ja sogar ein bisschen ehrfuerchtig.
Punta Arenas 09.02.2005
Wir haben Feuerland verlassen und fuhren mit dem Bus erstmals ueber die Grenze nach Chile. Die Fahrt dauerte 11 Stunden durch sehr karges Flachland mit wenig Abwechslung. Hier peitscht jahrein, jahraus ein strenger Wind durch die Gegend, sodass die wenigen Baeume kuriose Formen angenommen haben.

Punta Arenas ist eine kleine Stadt, die direkt an der Magelanstrasse liegt und eigentlich relativ wenig zu bieten hat. Auf einer nahegelegenen Insel gingen wir eine Pinguinkolonie beobachten. Diese \'Viechlein\' sind halt schon extrem herzig.
07.02.2005
Gestern machten Adrian und ich einen neunstuendigen Trek zum Gletscher \'Ojo del Albino\'. Das war zwar recht happig, hat sich aber allemal gelohnt! Die Route fuehrte uns durch muehsames Sumpfgebiet, durch dichte Waelder (wobei sehr viele Baeume von Biber gefaellt werden und sie dadurch ein grosses Problem darstellen) an glasklaren Bergseen entlang hinauf zum Gipfel. Auf dem Gletscher montierten wir unsere \'Spikes\' und genossen die wunderschoene Bergwelt. Unter unseren Fuessen hoerten wir teilweise das Wasser fliessen. Aber das Eis hat gehalten ;-)...
Ushuaia 05.02.2005
Mit dem Flugzeug haben wir vorgestern blitzschnell die eleganten Cafes und Kinos von Buenos Aires hinter uns gelassen und sind in eine voellig andere Welt des argentinischen Hinterlandes eingetaucht, bevor wir nach rund vier Stunden Feuerland erreichten. Schon nur der Anflug auf die suedlichste Stadt der Welt war sensationell schoen! Das Wetter meint es mit uns bis heute auch gut. Obwohl staendig ein starker Wind von Sueden weht, war es heute 18 Grad warm.

Gestern machten wir eine Bootstour und konnten Seeloewen, Pinguine und viele andere Voegel beobachten. Die verspielten Seeloewen (die nicht gerade faul in der Sonne lagen und pennten) fanden auch an uns gefallen und schwammen und sprangen um unser Schiff und boten uns eine wahre Show. Nur die Wale liessen sich leider nicht blicken.
Buenos Aires 29.01.2005
Buenos Aires gefaellt mir soweit eigentlich sehr gut. Nur wo bleiben die \"Buenos Aires\"? Die Luft in dieser Stadt ist naemlich der brutalen Hitze und des dichten Strassenverkehrs wegen alles andere als gut.

Die \"porteņos\", die Einwohner dieser Stadt, haben ein recht widerspruechliches Image: staedtisch und charmant, gebildet und snobistisch, ueberheblich, zynisch und unsicher, je nach Situation emotional aufbrausend oder auch kalt berechnend. Nun klar ist, dass sie, besessen von Stil und Sinn fuer Eleganz, die Stadt in eine Modeschau unter freiem Himmel verwandeln. In Buenos Aires findet man alles: alte, wunderschoene Kolonialbauten, viele Konzerthaeuser und Theater sowie topmoderne Einkaufsstrassen mit Edelboutiquen...

Ich warte hier nun auf Adrian, mit dem ich dann die naechsten Wochen Patagonien bereisen werde.